Wirex überschreitet 1 Mrd. Dollar Kartenabwicklung, 92 Dollar je Transaktion
Paymentscan führt Wirex inzwischen mit 1,008 Milliarden US-Dollar kumulierter Onchain-Kartenabwicklung über 10.919.179 Transaktionen und 106.320 Adressen, gemessen von Mai 2025 bis zum angebrochenen September 2026. Über den gesamten Zeitraum sind das rund 92 US-Dollar je Transaktion.
Alt ist an dieser Summe fast nichts. Bis Januar 2026 lag das Monatsvolumen im einstelligen Millionenbereich, sprang dann im Februar auf 69,83 Millionen und steigt seither: 105,4 Millionen im März, je 124,9 Millionen im Mai und Juni, 161,3 Millionen im Juli und 199,2 Millionen im August. Die sieben Monate von Februar bis August tragen den weit überwiegenden Teil der kumulierten Zahl. Der Sprung fällt damit zusammen, dass Wirex seine Onchain-Abwicklungsarchitektur im ersten Quartal 2026 fertigstellte, die früheren Monate messen also einen Pilotbetrieb und nicht eine kleinere Ausgabe desselben Betriebs.
Laufrate und kumulierte Summe beantworten verschiedene Fragen
Wirex nannte im August für seinen BaaS-Zweig rund 2 Milliarden US-Dollar annualisierten Onchain-Kartenumsatz, also mehr als die 1,008 Milliarden, die bis heute tatsächlich abgewickelt wurden. Beides kann gleichzeitig stimmen, und genau diese Lücke ist der Sinn der Unterscheidung. Eine annualisierte Laufrate nimmt einen jüngeren Monat und rechnet ihn hoch: Der August mit 199,2 Millionen annualisiert auf etwa 2,39 Milliarden. Eine kumulierte Summe zählt, was schon geschehen ist.
Beim Kartenvergleich ist die Laufrate damit eine Aussage über das aktuelle Tempo und die kumulierte Zahl eine Aussage über die angesammelte Nutzung. Die erste bewegt sich mit einem starken Monat. Die zweite lässt sich durch einen guten August nicht nach oben korrigieren.
Die Transaktionsgröße deutet auf Alltagsausgaben, nicht auf Treasury-Bewegungen
Der August brachte 199,2 Millionen über 1.847.458 Transaktionen und 59.648 aktive Adressen: rund 108 US-Dollar je Transaktion und etwa 3.340 US-Dollar je aktiver Adresse im Monat, also ungefähr 31 Transaktionen pro Adresse. Das ist das Profil häufiger kleiner Einkäufe und nicht gelegentlicher großer Übertragungen, und genau so sollten Kartenschienen aussehen, wenn die Karten auch als Karten benutzt werden.
Die Septemberzahl von 83,91 Millionen deckt nur einen Teilmonat ab und gehört nicht neben die vollen Monate gestellt.
Zwei Einschränkungen gehören zu den Zahlen. Paymentscan kennzeichnet die Daten als rein onchain, gezählt werden also Abwicklungsflüsse und nicht jede einzelne Kartenzahlung, und Wirex arbeitet hybrid: Altes Offchain-Volumen wird später über Stellar abgerechnet, während der Onchain-Zweig Mittel bei der Autorisierung auf EVM-Ketten wie Base sperrt. Volumen, das den Onchain-Zweig nie berührt, liegt ganz außerhalb der Messung. Gebündelte Abwicklungen bedeuten außerdem, dass die Adresszahl keine Nutzerzahl ist, was vor allem stört, wenn man den Wert je Adresse als monatliche Ausgaben einer Person liest.
Was der Tracker beantwortet, ist die Frage, ob Guthaben über Wirex in nennenswertem Umfang bei Händlern ankommt. Zu Gebühren, regionaler Verfügbarkeit oder Prüfpflichten der einzelnen Kartenprogramme auf diesen Schienen sagt er nichts, und genau diese Punkte entscheiden weiterhin, ob eine bestimmte Karte zu einer bestimmten Person passt.
Quellen: Wirex-Emittentendaten bei Paymentscan, Emittentenübersicht von Paymentscan, Ankündigung auf X.