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Gnosis Pay nähert sich auf Paymentscan 200 Mio. USD Kartenumsatz

Paymentscan meldete, dass Karten auf Basis von Gnosis Pay bei den gesamten Kartenausgaben ungefähr 200 Mio. USD erreicht haben. Die für diesen Artikel geprüfte Gnosis-Pay-Seite zeigte 199,3 Mio. USD erfasstes Volumen, 3,69 Mio. Transaktionen und 43.038 Adressen.

Die Kurve zählt Ausgaben, keine Aufladungen

Paymentscan kennzeichnet den Gnosis-Pay-Chart als spends only, nicht als top-ups. Das ist wichtig: Ein Top-up zeigt nur, dass Geld in ein Konto gelangt ist; es muss später nicht zwingend über die Karte ausgegeben werden. Ein spend-only-Chart liegt näher an tatsächlichen Zahlungen beim Händler, bleibt aber eine indexierte Datensicht und kein Finanzbericht von Gnosis Pay.

Die gleiche Seite zeigt Monatsdaten von Januar 2024 bis August 2026. Einige Monate im Jahr 2025 lagen über 10 Mio. USD; August 2026 wurde zum Prüfzeitpunkt mit 5,92 Mio. USD geführt.

Das Volumen ist ein Signal über die Infrastruktur

Gnosis Pay ist nicht einfach eine weitere custodial Exchange-Karte. Paymentscan beschreibt Gnosis Pay als Infrastruktur hinter Partnerkarten wie Picnic, Zeal und Rebind, während die Kartennutzung an ein self-custodial Safe-ähnliches Setup gebunden bleibt. Das Volumen ist deshalb vor allem ein Infrastruktur-Signal: Nutzer laden nicht nur Konten auf, sondern bezahlen über Partnerkarten tatsächlich bei Händlern.

Für den Vergleich von Crypto Cards beantwortet die Zahl allein keine Fragen zu Gebühren, KYC oder Rewards. Sie zeigt aber, dass der Gnosis-Pay-Stack über ein kleines Experiment hinausgewachsen ist. Entscheidend bleibt, welcher Frontend-Anbieter Onboarding, Kartensupport und Reporting am saubersten löst.

Die Grenze beim Lesen als Adoption

Die Paymentscan-Methodik erklärt, dass onchain card activity indexiert und Tracking-Methoden, wo möglich, mit Issuern abgeglichen werden. Zugleich können Karten je nach spend, clearing, settlement oder top-up erfasst werden. Bei Gnosis Pay ist die aktuelle Seite als spends only markiert, was für diese Einordnung besser ist; Adresszahlen bleiben trotzdem unscharf, weil eine Person mehrere Wallets oder Chains nutzen kann.

Die nüchterne Lesart lautet: Gnosis Pay steht nahe einem 200-Mio.-USD-Meilenstein bei erfassten Kartenausgaben, aber die Schlagzeile beschreibt Zahlungsinfrastruktur, nicht den Beweis, dass die Gnosis Card für jeden Nutzer passt.

Quellen: Paymentscan Gnosis Pay data, Paymentscan methodology, X trigger.