Krak Salary Match zahlt unter 2.500 Euro im Monat gar nichts
Krak zahlt einen Zuschlag auf Gehalt, das auf ein Krak-Konto überwiesen wird: bis zu 1 Prozent, bis zu 250 Euro im Monat, bis zu 3.000 Euro im Jahr. Zwei Zahlen unter dieser Überschrift entscheiden, ob im Einzelfall überhaupt etwas ankommt.
Die Untergrenze liegt bei 2.500 Euro im Monat, darunter skaliert nichts
Damit der Zuschlag greift, müssen in einem Kalendermonat mindestens 2.500 Euro auf dem Konto eingehen. Bis zu vier Gehaltsüberweisungen desselben Arbeitgebers zählen darauf ein, gedeckelt bei 25.000 Euro, und Zahlungen zwischen dem ersten und dem letzten Tag eines Monats fallen in die Berechnung dieses Monats. Unter der Grenze zahlt der Monat null. Das ist eine Schwelle und kein gleitender Satz: 2.400 Euro Gehalt bringen nichts, 2.500 Euro bringen den vollen Zuschlag auf den gesamten Betrag.
Monatsdeckel und Überweisungsgrenze sind dieselbe Zahl
250 Euro bei 1 Prozent sind genau 25.000 Euro, und das ist zugleich die Obergrenze für anrechenbare Überweisungen. Der Deckel greift damit nie vor der Überweisungsgrenze, und wer weniger als 25.000 Euro im Monat verdient, wird vom eigenen Gehalt begrenzt, nicht vom Deckel. Für die Jahreszahl gilt dasselbe: 3.000 Euro setzen zwölf Monate zu je 25.000 Euro voraus. Bei 4.000 Euro Gehalt ergibt der Höchstsatz 40 Euro im Monat und 480 Euro im Jahr, bequem innerhalb beider Grenzen, womit die Deckel für gewöhnliche Gehälter weitgehend dekorativ sind.
Der Satz bewegt sich mit dem Guthaben bei Kraken, nicht mit dem Gehalt
Der Zuschlagssatz hängt vom durchschnittlichen Guthaben bei Krak, Kraken und Kraken Pro ab. Die Variable, die darüber entscheidet, wo jemand innerhalb von "bis zu 1 Prozent" landet, ist also der Bestand auf der Börse, und zwei Personen mit identischem Gehalt können unterschiedlich hohe Zuschläge bekommen. Das untere Ende dieser Spanne wird nicht veröffentlicht, im Voraus bekannt ist nur das obere.
Sechs EWR-Länder sind ausgenommen, Eigenüberweisungen zählen nicht
Der Zuschlag läuft im EWR, aber nicht in Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Liechtenstein; die von Krak veröffentlichte Liste umfasst 24 Länder. Das Konto muss verifiziert und in gutem Stand sein, und die anrechenbaren Überweisungen müssen in Euro erfolgen. Gutgeschrieben wird zu Beginn des Folgemonats in Landeswährung, wahlweise in BTC.
Ausgenommen sind Überweisungen zwischen Privatpersonen, selbst finanzierte Überweisungen, Bewegungen zwischen Kraken- und Krak-Konten, Krypto-Transfers onchain und Zahlungen außerhalb der Lohnabrechnung. Damit ist der naheliegende Kniff geschlossen, sich am Monatsersten selbst 2.500 Euro zu schicken. Krak stellt außerdem klar, dass es sich nicht um eine Verlosung handelt: Jeder berechtigte Kunde, der die Bedingungen erfüllt, erhält die entsprechende Prämie, ohne Zufallsgewinner.
Mit dem Gehalt ändert sich, was das Konto ist
Die Krak Card liest sich anders, sobald ein Gehalt darauf landet. Kraken hält fest, dass die E-Geld-Wallet kein Bankkonto ist und von keinem Einlagensicherungssystem gedeckt wird. Wer das Gehalt dorthin lenkt, macht diese Wallet zu dem Ort, an dem die Miete des nächsten Monats liegt, statt zu einem Guthaben, das vor einem Einkauf aus Krypto aufgefüllt wird. Das Cashback der Karte und die Erträge der Vaults sind eigene Programme mit eigenen Bedingungen und eigenen geografischen Einschränkungen, und Kraken behält sich vor, die Gehaltsaktion zu ändern, auszusetzen oder zu beenden. Auf die Prämie können Steuern anfallen.
Wer in einem berechtigten Land wohnt, dessen Euro-Gehalt die Untergrenze überschreitet, und ohnehin Guthaben bei Kraken hält, bekommt Geld für einen Schritt, den er sowieso gegangen wäre. Unter 2.500 Euro, außerhalb dieser 24 Länder oder mit einem Gehalt in einer anderen Währung beschreibt der Schlagzeilensatz etwas, das nicht zutrifft, und ein Gehalt dafür umzuleiten gibt den Einlagenschutz dort auf, wo es vorher hinging.
Quellen: Krak Salary Match, Auslöser auf X.