Kolo überweist jetzt für pauschal 1 EUR an jede IBAN
Kolo hat einen Weg ergänzt, Geld aus der App zu holen, ohne es auszugeben. Überweisungen gehen jetzt vom Guthaben bei Kolo an jede beliebige IBAN — an das eigene Bankkonto ebenso wie an ein fremdes — in mehr als 130 Ländern, und die empfangende Seite braucht dafür nichts außer einem Bankkonto.
Die Gebühr beträgt pauschal 1 EUR pro Überweisung, egal ob 10 EUR oder 1.000 EUR unterwegs sind. Wer 100 EUR sendet, dem werden 101 EUR vom Guthaben abgezogen, während 100 EUR ankommen. An den beiden Enden der Spanne wirkt eine Pauschale allerdings völlig unterschiedlich: beim Mindestbetrag von 1 EUR frisst sie die gesamte Überweisung, bei 100 EUR sind es 1 Prozent, und an der Obergrenze von 25.000 USD je Transaktion fällt sie kaum noch ins Gewicht. Eine Monatsmiete in vier Überweisungen aufzuteilen kostet die Gebühr viermal und bringt nichts ein — größere Beträge zu bündeln ist hier das Einzige, was hilft.
Vor der ersten Überweisung läuft in der App eine einmalige Verifizierung, deren Freigabe bis zu 24 Stunden dauern kann. Für eine Rechnung, die noch am selben Nachmittag fällig ist, taugt die Funktion damit nicht, sofern die Prüfung nicht schon vorher erledigt war. Nach der Freigabe bleibt IBAN dauerhaft als Option im Sendemenü stehen.
Über das Tempo entscheidet danach die Gegenseite. Unterstützt die Bank der empfangenden Person SEPA Instant, ist das Geld in Sekunden da, auch am Wochenende; andernfalls richtet sich die Überweisung nach den üblichen Bankzeiten.
Zwei Bedingungen entscheiden darüber, ob eine Überweisung sauber durchläuft. Banken gleichen den Empfängernamen mit der IBAN ab, weshalb eine Abweichung die Zahlung verzögern oder zurückgehen lassen kann — bei einer Firma heißt das: der exakte eingetragene Firmenname, nicht die Geschäftsbezeichnung. Und eine bestätigte Überweisung auf ein gültiges Konto lässt sich nicht zurückholen, die Kontrolle der IBAN vor dem Bestätigen bleibt also Sache der sendenden Person.
Die Grenzen liegen bei 25.000 USD je Transaktion, 50.000 USD im Monat und 250.000 USD im Jahr. Höhere Beträge werden nicht automatisch abgelehnt, sondern zuerst in eine Mittelherkunftsprüfung geleitet — eine größere Zahlung bleibt damit möglich, nur eben nicht schnell.
Für alle, die die Kolo Card ohnehin schon nutzen, ist die Änderung enger gefasst als eine neue Kartenfunktion. Bisher verließ ein Kartenguthaben das Konto, indem es ausgegeben wurde, beim Händler oder am Geldautomaten. Jetzt kann es auch als Banküberweisung zu einem festen Betrag statt zu einem Prozentsatz abfließen — das Gegenteil dessen, wie Kartenzahlungen und Bargeldabhebungen sonst bepreist werden.
Quellen: Kolo: Send money to any IBAN from Kolo, auslösender Beitrag auf X.